Pfingstgrundstraße, 97816 Lohr-Sackenbach

Vereinsgeschichte

Der Tierschutzverein Lohr e.V. wurde 1949 von einer kleinen Gruppe engagierter und verantwortungsvoller Bürger in Lohr gegründet. Das schwierigste Problem war damals die Pflege und Unterbringung von herrenlosen Hunden und Katzen, denn der Tierschutzgedanke war in der Nachkriegszeit, als Menschen noch am Existenzminimum lebten, kein Thema.

Tierheim in der Heegstraße

1964 konnte ein Grundstück erworben werden und im Mai 1965 wurden zunächst 7 Boxen eingerichtet, die aus eigenen Mitteln und Spenden finanziert wurden.  Ein Restbetrag wurde von der Stadt Lohr übernommen, so dass der Tierschutzverein schuldenfrei blieb.

Wally Bangert

Wally Bangert,  eine der Hauptpersonen, die sich mehr als 40 Jahre um den Tierschutz in Lohr kümmerte, prägte den Verein. Ihr Leitsatz war „Achtung vor jeder Kreatur und vor der Natur“. Ihr zu Ehren trägt das heutige Tierheim den Namen „Wally-Bangert-Tierheim“.

Tierheim in Lohr-Sackenbach

1999 wurde entschieden, dass ein neues Tierheim gebaut werden müsste. Ein geplanter Zusammenschluss mit den Städten Marktheidenfeld und Karlstadt kam nicht zustande. Mit Hilfe der Stadt Lohr konnte mit einem Grundstück auf Erbbaurecht ein neues Tierheim errichtet werden. Einweihung war im Mai 2003.

Im Juni 2009 feierte unser Tierschutzverein sein 60-jähriges Jubiläum. Mit dabei waren der Landrat, ein Landtagsabgeordneter, der Präsident des Landesverbandes Bayern, ein Vertreter des deutschen Tierschutzbundes, sowie lokale Bürgermeister. Alle waren sich einig, dass in der heutigen Zeit dem Tierschutz durch Globalisierung und Öffnung der Grenzen größere Aufgaben aufgebürdet werden und auch der Staat in der Pflicht ist.

2011 fand die Fusionierung mit den Tierschutzvereinen Marktheidenfeld und Karlstadt-Gemünden statt.  2012 wurde der Lohrer Tierschutzverein und Umgebung e.V.“ in „Tierschutzverein Main-Spessart e.V.“ umbenannt.

Durch die Fusion ergaben sich neue Platzprobleme. Für die Aufnahme von Tieren aus dem Kreis Main-Spessart war das Tierheim zu klein. Allerdings war ein An- bzw. Umbau des Tierheimes aus vertraglichen Gründen mit der Angliederungsjagdgenossenschaft Sackenbach nicht möglich. Die Auslagerung von Futter, Sachspenden, etc. in einen alten Container im Hof ermöglichte erste dringende Umbauten, die dank tatkräftiger, ehrenamtlicher Helfer und großzügigen Spendern gestemmt werden konnten. Auch die bereits im Altkreis Lohr eingeführte Pro-Kopf-Abgabe wurde auf die neu hinzugekommenen Gemeinden ausgeweitet. Heute sind ca. 90% der Main-Spessart-Gemeinden angeschlossen.

Nach einem kompletten Vorstandswechsel 2015 wurde ein großes Sanierungsprogramm geplant. Dank großzügiger Einzel- und Firmen-Spenden konnten viele Erneuerungen in Angriff genommen werden:

Im Innenbereich waren dies: Einbau einer Personalküche, Neugestaltung des Büros, alle Böden wurden mit einem Industriefußbodenanstrich versehen, die marode Elektroinstallation erneuert, und neue Quarantäneboxen für 30.000 Euro angeschafft.

Im Außenbereich wurden folgende platz gewinnenden Umbauten vorgenommen: Verlegung des Gastanks unter die Erde, Sanierung der Außengehege; 2017 wurde schließlich der lange geforderte blick- und schalldichte Zaun errichtet. 2018 musste auch noch die Heizung für 6000 Euro erneuert werden.

Dank 3er neu aufgestellter Container im Hof konnte die räumliche Enge, die nach wie vor herrschte, auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Alles in allem wurden ca. 250.000 Euro in das Tierheim investiert.

Dies war nur möglich durch Spenden und dem Engagement unermüdlicher, ehrenamtlicher Helfer, denen wir gar nicht genug danken können. Das alles geschah, um unseren Tieren, ob kurzzeitig in unserer Obhut oder ihr restliches Leben (da nicht vermittelbar) ein artgerechtes und gesichertes Zuhause zu bieten.

Aber…. jeder Stillstand ist auch ein Rückschritt.

Wie sieht unsere Zukunft aus?

  • Wir möchten unseren scheuen und nicht vermittelbaren Katzen ein „Katzendorf“ errichten, in dem sie sich zurückziehen können.
  • Wir müssen mehr Öffentlichkeitsarbeit betreiben
  • Wir müssen aktiver auf die Jugend zugehen, denn die fehlt uns.

Dies ist – bei allem guten Willen und Einsatz – eine langfristige Planung.

Wir sind nach wie vor auf unsere engagierten Mitarbeiter, ehrenamtlichen Helfer und Unterstützer angewiesen und auf Tierfreunde, die uns durch Ideen, praktischer Arbeit und finanziellem Wohlwollen treu sind.